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GfuT Nr.
34 (Mai 03):
Gefäss für urururgrossmütterliche Texte
GfuT
lebt |
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Ich beobachtete das Tier (von jeah.)
An der Kreuzung, wo die eine Strasse von rechts nach links, die andere
von hinten nach vorne führte, sah ich am Abend, an welchem die
Sonne am Horizont verschwand, noch bevor die Sonne am Horizont verschwunden
war, das Tier. Obwohl - zu Beginn dachte ich, es sei das Fahrzeug,
das mit vier Rädern und links blinkendem Blinker links abbiegen
wollte. Doch bei genauem Hinschauen sah ich es genau: Es war das Tier.
Ich beobachtete das Tier von meinem Standpunkt aus, wo ich gerade
stand als ich das Tier beobachtete. Zu meiner Enttäuschung war
es mir trotz intensivem Beobachten unmöglich, das Tier zu bestimmen,
und ich ging enttäuscht nach Hause, wo ich wohne. |
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Evergreens in der Sparte Alltagsscherze (von jeah.)
Wer wurde nicht schon in einer traurigen, aussichtslosen, total verworrenen,
absolut desolaten, höllisch brutal schlechten, extrem ernsten, vor
Anspannung verrückt gespannten, durch ihre kausale Wichtigkeit enorm
anstrengenden, mit mörderischer Stille und hoffnungslos verlorener
guter Laune durchsetzten, überhaupt nicht schönen Situation
von einem lustigen Alltagsscherz aufgeheitert? Hier die drei Spitzenreiter
von Jean-B, die sich über Jahre hin bewährt haben:
1) Jemanden freundlich mit Namen rufen. Wenn die gerufene Person fragend
antwortet und sich nach Möglichkeit zur besseren Verständigung
in Ihre Nähe begeben hat, der Person mit einem deutlich artikulierten
"nichts" nichts mitteilen.
2) Die Hand zur Begrüssung feilhalten, sie kurz vor der Berührung
zurückziehen und lässig durchs Haar fahren lassen.
3) In einem Gespräch den Gesprächspartner/die Gesprächspartnerin
immer wieder zu Wiederholungen auffordern, durch gezielten Einsatz der
Frage "Was?" Insbesondere bei guter Artikulation des Gegenübers
ein sehr lustiger Scherz.
(Anm. d. Red.: Die Redaktion garantiert nicht den von der Einleitung
vielleicht erweckten, sicheren Erfolg der Scherze.)
Vaduz gefallen (von dep.)
Verbleib von lic. oec. HSG Fürst Hans Adam II weiterhin unklar!
Der Krieg im Fürstentum Liechtenstein ist noch nicht zu Ende. Die
Hauptstadt Vaduz ist zwar gefallen, doch die Schweizer Streitkräfte
und die fürstlichen Garden liefern sich in Malbun weiterhin heftige
Gefechte.
Mit einer kurzen Ansprache über den Sender des Radio Liechtenstein
versuchte der Oberbefehlshaber der Schweizer Streitkräfte, Albert
Schweizer-Schmid-Scherrer, das Vertrauen der Liechtensteiner Bevölkerung
zu gewinnen: "Wir kommen als Befreier, nicht als Besatzer".
Vor drei Wochen sind Schweizer Einheiten über den Rhein ins Fürstenland
eingedrungen. Offiziell will die Schweizer Regierung mit der militärischen
Aktion das unterdrückte liechtensteinische Volk vom Joch der Monarchie
befreien.
Über den Verbleib von lic. oec. HSG Fürst Hans Adam II herrscht
Unklarheit. Gerüchten zu Folge ist er in seinem VW-Passat-Kombi über
die Grenze nach Österreich geflüchtet. Wahrscheinlicher scheint
jedoch, dass er bei einem Bombenangriff auf seinen Kaninchenstall ums
Leben kam.
Kurz nach dem Fall von Vaduz setzten Plünderungen ein. Auch die Fürstenburg
blieb nicht verschont. Entwendet wurde unter anderem die zwei reinrassige
Schaaner Jagdesel und die fürstliche Trockenfleischsammlung mit seltenen
Malbuner Landrauchschinken aus dem 19. Jahrhundert.
Viele Kritiker verurteilen den Angriff aufs Zweistromland zwischen Rhein
und Gampriner Nass-Sturz. Sie werfen den Schweizern vor, es ausschliesslich
auf die Bodenschätze abgesehen zu haben; Vor allem auf das reiche
Vorkommen an Geröll - dem grauen Gold der Voralpen. Schweizer Unternehmen
waren bislang vom Abbau ausgeschlossen. Die Schürfrechte lagen ausschliesslich
bei Französischen und Russischen Lizenznehmern. Mit dem weltweit
grössten Pro-Kopf-Geröllverbrauch muss die Schweizer Regierung
den wachsenden Bedarf aber auch langfristig sichern. Es liegt also auf
der Hand liechtensteinische Quellen zu erschliessen. Denn EU-Geröll
ist qualitativ nicht ausreichend und eigene Quellen wie das Schotterfeld
Biberbrugg versiegen.
Illustration von sch.
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