Gefäss für ... Texte
 
Umfrage endete am 26.Okt7, 11h: Wie klingt ein Schuss aus einer Pistole? Ergebnis / Infos
Endergebnis siehe Link
GfuT Nr. 48 (April 2008):
Gefäss für ul. Texte
Ist es war?
 
 

       
 

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GfuT Nr. 34 (Mai 03):
Gefäss für urururgrossmütterliche Texte
GfuT lebt

Ich beobachtete das Tier (von jeah.)
An der Kreuzung, wo die eine Strasse von rechts nach links, die andere von hinten nach vorne führte, sah ich am Abend, an welchem die Sonne am Horizont verschwand, noch bevor die Sonne am Horizont verschwunden war, das Tier. Obwohl - zu Beginn dachte ich, es sei das Fahrzeug, das mit vier Rädern und links blinkendem Blinker links abbiegen wollte. Doch bei genauem Hinschauen sah ich es genau: Es war das Tier. Ich beobachtete das Tier von meinem Standpunkt aus, wo ich gerade stand als ich das Tier beobachtete. Zu meiner Enttäuschung war es mir trotz intensivem Beobachten unmöglich, das Tier zu bestimmen, und ich ging enttäuscht nach Hause, wo ich wohne.
Illustration von von sir gut.




Evergreens in der Sparte Alltagsscherze
(von jeah.)
Wer wurde nicht schon in einer traurigen, aussichtslosen, total verworrenen, absolut desolaten, höllisch brutal schlechten, extrem ernsten, vor Anspannung verrückt gespannten, durch ihre kausale Wichtigkeit enorm anstrengenden, mit mörderischer Stille und hoffnungslos verlorener guter Laune durchsetzten, überhaupt nicht schönen Situation von einem lustigen Alltagsscherz aufgeheitert? Hier die drei Spitzenreiter von Jean-B, die sich über Jahre hin bewährt haben:
1) Jemanden freundlich mit Namen rufen. Wenn die gerufene Person fragend antwortet und sich nach Möglichkeit zur besseren Verständigung in Ihre Nähe begeben hat, der Person mit einem deutlich artikulierten "nichts" nichts mitteilen.
2) Die Hand zur Begrüssung feilhalten, sie kurz vor der Berührung zurückziehen und lässig durchs Haar fahren lassen.
3) In einem Gespräch den Gesprächspartner/die Gesprächspartnerin immer wieder zu Wiederholungen auffordern, durch gezielten Einsatz der Frage "Was?" Insbesondere bei guter Artikulation des Gegenübers ein sehr lustiger Scherz.
(Anm. d. Red.: Die Redaktion garantiert nicht den von der Einleitung vielleicht erweckten, sicheren Erfolg der Scherze.)

Vaduz gefallen (von dep.)
Verbleib von lic. oec. HSG Fürst Hans Adam II weiterhin unklar!
Der Krieg im Fürstentum Liechtenstein ist noch nicht zu Ende. Die Hauptstadt Vaduz ist zwar gefallen, doch die Schweizer Streitkräfte und die fürstlichen Garden liefern sich in Malbun weiterhin heftige Gefechte.
Mit einer kurzen Ansprache über den Sender des Radio Liechtenstein versuchte der Oberbefehlshaber der Schweizer Streitkräfte, Albert Schweizer-Schmid-Scherrer, das Vertrauen der Liechtensteiner Bevölkerung zu gewinnen: "Wir kommen als Befreier, nicht als Besatzer". Vor drei Wochen sind Schweizer Einheiten über den Rhein ins Fürstenland eingedrungen. Offiziell will die Schweizer Regierung mit der militärischen Aktion das unterdrückte liechtensteinische Volk vom Joch der Monarchie befreien.
Über den Verbleib von lic. oec. HSG Fürst Hans Adam II herrscht Unklarheit. Gerüchten zu Folge ist er in seinem VW-Passat-Kombi über die Grenze nach Österreich geflüchtet. Wahrscheinlicher scheint jedoch, dass er bei einem Bombenangriff auf seinen Kaninchenstall ums Leben kam.
Kurz nach dem Fall von Vaduz setzten Plünderungen ein. Auch die Fürstenburg blieb nicht verschont. Entwendet wurde unter anderem die zwei reinrassige Schaaner Jagdesel und die fürstliche Trockenfleischsammlung mit seltenen Malbuner Landrauchschinken aus dem 19. Jahrhundert.
Viele Kritiker verurteilen den Angriff aufs Zweistromland zwischen Rhein und Gampriner Nass-Sturz. Sie werfen den Schweizern vor, es ausschliesslich auf die Bodenschätze abgesehen zu haben; Vor allem auf das reiche Vorkommen an Geröll - dem grauen Gold der Voralpen. Schweizer Unternehmen waren bislang vom Abbau ausgeschlossen. Die Schürfrechte lagen ausschliesslich bei Französischen und Russischen Lizenznehmern. Mit dem weltweit grössten Pro-Kopf-Geröllverbrauch muss die Schweizer Regierung den wachsenden Bedarf aber auch langfristig sichern. Es liegt also auf der Hand liechtensteinische Quellen zu erschliessen. Denn EU-Geröll ist qualitativ nicht ausreichend und eigene Quellen wie das Schotterfeld Biberbrugg versiegen.

Illustration von sch.