Gefäss für ... Texte
 
Umfrage endete am 26.Okt7, 11h: Wie klingt ein Schuss aus einer Pistole? Ergebnis / Infos
Endergebnis siehe Link
GfuT Nr. 48 (April 2008):
Gefäss für ul. Texte
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GfaT Nr. 32 (1.1.2003)
Gefäss für affengeile Texte
Einfahren in Auto

Wurtsgrillkonflikt vor Eskalation (von dep.)
Oberengstringen - Georg Werner Strauch wirft seinem Nachbar Sandro Huser vor, verbotene Wurstgrill- und Bratutensilien zu besitzen. Mit einer Resolution der Nachbarschaftsvereinigung Uno (United Neighbours Oberengstringen) soll er nun dazu gezwungen werden, Grill-Inspektoren in seinem Garten zuzulassen.
Die am vergangenen Freitag verabschiedete Resolution fordert den Mieter der Wohnung 1c im Parterre der Genossenschaftssiedlung Schönrein auf, umgehend seine Wurstgrill- und Bratutensilien abzurüsten und mit den Inspektoren der United Neighbours zusammenzuarbeiten. In einem Brief an den Uno-Sicherheitsrat erklärte Huser, dass er die Inspektoren nicht scheue, weil er keine Wurstgrill- und Bratutensilien besitze: "Ich nehme die Resolution trotz ihres ungerechten Inhalts an, um mein Heim, meine Familie und die Genossenschaftssiedlung Schönrein vor einer drohenden Eskalation des Konflikts zu bewahren."
Strauch reagierte am Mittwoch vorerst zurückhaltend auf Husers Entscheid. Mit der Annahme der Resolution, hiess es, habe Huser lediglich eine erste von mehreren Bedingungen erfüllt. Das nächste kritische Datum sei nun das Ultimatum am 8. Januar. Bis dann muss Huser dem Sicherheitsrat "einen umfassenden, akkuraten und vollständigen Bericht" abliefern, der einerseits alle Vorhaben zum Bau und zum Einsatz von Wurstgrill- und Bratutensilien auflistet und anderseits sämtliche zivilen Materialien nennt, die auch grillspezifische Verwendung ("dual use") finden könnten.
Verstösst Huser gegen die Resolution drohen ihm Sanktionen. Der Sicherheitsrat der Uno hat Huser im Zusammenhang mit dem Wurstgrill-Konflikt schon mehrmals mit Sanktionen bestraft. Auf Druck des Sicherheitsrates verhängte der Dorfmetzger bereits vor neun Jahren für die ganze Familie Huser ein Wurstembargo.

Talentierte Klein Jolanda (von gut.)
Ah, Beh, Zeh, Deh, Eh, Äf, Geh, Äl, Häh, also, Ah, Beh, Zeh, Deh, Eh, Äf, Geh, Äl, Ah nai, nomol, Ah, Beh, Zeh, Deh, Eh, Äf, Geh, Hah, Äl, Äh nai, Ah, Beh, Zeh, Deh, ...

Poetisches (von blind.)
Ich stapfte der Strasse entlang heimwärts. Düster, silbern schienen die Wolken langsam aufzureissen... Morgendämmerung.
Ich spürte die Augen, die Verfolger, die morgendliche Stadt tief im Schlafe noch...
Doch jedes wache Auge, das mich erblickte, so spürte ich bestimmt, blieb an mir hängen - bohrend, stechend, der Hauch im Nacken...
Die Giraffe an meiner Leine mussten wohl alle gesehen haben.

Illustration von sch.

Notizen zur Geilheit (von kotz.)
Es gibt Menschen, die sind affengeil. Menschen, die krokogeil sind. Walgeile Menschen oder schlangengeile. Gänse- und gleichzeitig gänsegeiergeil. Muss nicht angenehm sein.
Ich für meinen Teil bin einfach nur geil. Alles, was die für mich ethisch konforme Grenze der Geilheit an Warmblütern überschreitet, halte ich für extravagant.

Affengeiles von Johann* (von jeah.)
Als Johann kürzlich an einem Morgen mit flauem Magen, schwerem Kopf, leerem Geldbeutel und ohne klar strukturierte Erinnerungen aufwachte, dachte er an Geld.
Er fragte sich, ob er nicht besser für das gleiche Geld einfach eine Viertelstunde mit netten unbekannten Leuten am Telefon geplaudert hätte. Dann einen Kamillentee trinken, dann ins Bett hüpfen, dann frisch und munter aufstehen.
Doch so richtig gefiel ihm diese Alternative nicht. Sozialer Kontakt durchs Telefon ist eben doch nicht das Gleiche.
So fragte sich Johann weiter, wie er seine Situation in positives Licht rücken könnte. Und wirklich, er hatte eine Idee: Er könnte sich einen Beruf suchen, bei welchem sein morgendlicher Zustand nicht abträglich ist. Spontan fiel ihm der Beruf des Von-Hand-Strickers ein. Das hätte jedoch nebst dem Vorteil, dass er diesen Beruf beruflich nur ausüben könnte, wenn er sich so fühlte, wie er sich fühlte, auch Nachteile: Johann war kein guter Stricker. Zudem denkt man nicht automatisch an Geld, wenn man Stricken hört, schon gar nicht, wenn man Johann stricken sieht nach durchzechter Nacht. Doch genau ums Geld ging es Johann.
Schliesslich hatte er noch eine spontane Idee: Warum sollte er weiterhin einen ganzen Abend lang dumme Sprüche reissen und sich ausufernd benehmen, wenn dies niemand zu honorieren weiss? Honorieren - von nun an wollte er sich als verdeckten Stimmungsmacher an stimmungsaufpeppbedürftige Partys vermitteln lassen. Je nach Anlass würde er sich einen neuen fiktiven Lebenslauf zulegen und so zum Spassmacher des Abends avancieren, ohne das soziale Gefüge des Anlasses zu zerstören. Das bringt Geld und affengeile Stimmung.
Wahrscheinlich hätte Johann heute bereits sein drittes Luxusauto geleast, wäre er nicht noch am selben Abend seine Idee ausgelassen feiern gegangen. Am nächsten Morgen wusste er nicht einmal mehr, wann der letzte Morgen gewesen war, geschweige denn, was er am letzten Morgen ausgetüftelt hatte. Nur an den kleinen lustigen Affen konnte er sich noch erinnern.

* Name von der Red. geändert auf Wunsch von Viktor Berthold Schweizer-Schmid-Scherrer, der nicht mit seinem Namen Viktor Berthold Schweizer-Schmid-Scherrer in diesem Text über Viktor Berthold Schweizer-Schmid-Scherrer erwähnt werden wollte, obwohl die Red. gerne ihren prominenten Mitschreiber Viktor Berthold Schweizer-Schmid-Scherrer erwähnt hätte. Doch die Red. berücksichtigt Wünsche wie diesen von Viktor Berthold Schweizer-Schmid-Scherrer und zeigt Respekt vor der Privatsphäre von Viktor Berthold Schweizer-Schmid-Scherrer und hat Verständnis für die Beweggründe von Viktor Berthold Schweizer-Schmid-Scherrer, seinen Namen von Viktor Berthold Schweizer-Schmid-Scherrer in Johann ändern zu lassen, schliesslich strebt Viktor Berthold Schweizer-Schmid-Scherrer eine Offizierskarriere in der Schweizer Armee an, die wir nicht verunglimpfen wollen, da die ganze Red. froh ist, eine starke Landesverteidigung im Rücken zu wissen. Leserbriefe an das GfaT (oder an vbs. Viktor Berthold Schweizer-Schmid-Scherrer) an gefaess@gmx.li oder an die Postadresse.