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GföT
Nr. 31 (1.11.2002)
Gefäss für österreichische Texte
Köntröböss |
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Adventsverhalten im Vergleich (von gut.)
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Thomas Krauer |
Georg U. Tillmann |
| 18.12. |
Geschenkeshopping |
Fluchen über die eisige Kälte |
| 19.12. |
Warme Ovo geniessen im Ochsen |
Schlotternd einen Rumpunsch kippen |
| 20.12. |
Schlittschuhplausch mit Familie |
Beim Kauf notwendiger Winterklamotten über Weihnachtsshopper nerven |
| 21.12. |
Tannenbaum besorgen |
Ohren zu und an der Heilsarmee vorbei |
| 22.12. |
Singbücher abstauben |
Geschenke für mich kaufen |
| 23.12. |
Gemeinsam mit Gattin Christbaum schmücken |
Den Chef (erfolglos) um Weihnachtsarbeit bitten, damits
nicht langweilig wird |
| 24.12. |
Dem DRS1-Xmas-Special mit Tränen in den Augen
zulauschen |
An städtischen Weihnachtsbaum pissen, da keine
normalen Bäume zu finden sind |
| 25.12. |
Geschmückte Fenster im Dorf bestaunen |
Motzen, dass an drei Tagen hintereinander wegen
Feiertag keine Zeitung erscheint. |
| 26.12. |
Schneespaziergang mit unseren Knaben |
Bekifft Ballergames auf der Spielkonsole spielen |
| 27.12. |
Sonntagsverkaufserlebnis |
Rasieren und sich wieder für das normale Leben
vorbereiten |
| 28.12. |
Geld für Angola spenden |
Silvesterknallkörper einkaufen |
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Rösser (von jeah.)
In der grossen Pferdezucht von Olaf Sattel wurde an einem düsteren,
völlig vernebelten Herbstmorgen ein Ross gefunden. Das Ross war
frisch behufeist Hufeisen an allen vier Hufen und ein Glückshufeisen
an einer Silberkette um den Hals.
Olaf Sattel war erstaunt. Es war das erste Ross in seiner Pferdezucht
und das erst noch über Nacht und frisch behufeist. Er rief den
Stallgehilfen: «Bringe schnell den Sattel!» Olaf Sattel
wollte die Situation ausnützen, das Ross satteln und dann ausreiten.
Doch als er ging, um dem Gehilfen beim Holen des Sattels zu helfen,
ging das Ross. Als sie mit dem Sattel zurückkamen, war es weg.
Nun waren sie wieder allein. Olaf Sattel und sein Gehilfe auf der
Pferdezucht. Was ihnen blieb, war die Hoffnung, an einem düsteren,
vernebelten Herbstmorgen das Ross in den Pferdestallungen wieder zu
finden.
Illustration: urs. |
Der Wasser-Kreislauf (von wuf.)
An der Bushaltestelle sehe ich ein Werbeplakat einer Speditionsfirma,
die mit dem tiefgründigen und trotzdem wahrscheinlich nicht ganz
korrekten Slogan wirbt: «Wasser bedeckt 70% der Erde, wir den Rest».
Bevor ich dies aber in Form dieses Textes korrigieren kann, muss ich ein
zerknülltes Blatt Papier und einen Kugelschreiber zwischen meinen
nassen Badesachen hervorkramen. Ich war nämlich auf einem dieser
30%, welche laut dieser Plakatwerbung nicht mit Wasser abgedeckt sein
dürften, und trotzdem war es mir gelungen, dort über 500m zu
schwimmen, was mir nicht nur deshalb gut tat, weil ich die Unwahrheit
einer Werbeaussage beweisen konnte.
Da ich jedoch den Aussagen der Ärzte umso mehr Beachtung schenke,
trocknete ich mich nach meinem hinterlistigen Bad sauber ab, sprühte
meine Füsse gegen Fusspilz ein und föhnte zum Schluss auch meine
Haare gründlich. Ich war stolz auf meine Vorsicht der Gesundheit
gegenüber, und mit staubtrockenem Haupt marschierte ich im strömenden
Regen zur Bushaltestelle. Da meine Hosen beinahe bis zu Hause trocken
blieben, wurden sie von einem die randsteinnahe Wasserlache durchfahrenden
Auto dem triefnassen Pullover und den regengetränkten Haaren gleichgemacht.

Comic von spi.
Inhalt
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Inhalt
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