| |
|
|
|
|

 |
|
GfaT
Nr. 28 (1.5.2002)
Gefäss für athletische Texte:
WM im Land der aufgehenden Panzertresore |
|
AUS
DEM INHALT:
Konzepte für Dopingkontrollen | Photostory:
Real Vaduz - Real Madrid | YB Bern an WM! | Poster
1: Totale Fitness | Sammlung beliebter Aufsatzthemen
| Frei bzw. Marzipan | Alltagstipps
| Tennisposter Rotscher Rocci | Rumps
FIFA-Verantortlicher für Dopingkontrollen an
der Fussball-WM 2002:
«Für die WM haben wir uns zwei Konzepte zur wirksamen Dopingbekämpfung
bereitgelegt:
Konzept A: Nach jedem Spiel wird von jeder Mannschaft je ein Spieler
ausgelost, von welchem wir den Urin auf verbotene Substanzen untersuchen.
Konzept B: Jedem Spieler, Trainer und Betreuer jeder Mannschaft
werden je zwei unserer Securitasleute zugeteilt, die jene während
24 Stunden am Tag überwachen. Zudem wird unmittelbar vor und nach
jedem Spiel, sowie in der Halbzeitpause und zu einem vorher ausgelosten
Zeitpunkt während des dann für fünf Minuten unterbrochenen
Spiels alle Spieler nach verbotenen Substanzen getestet. Kontrolliert
werden jeweils Urin, Blut, Haar, Kot, Sperma und Schweiss. Wer positiv
getestet wird, wird auf dem Rasen erschossen.
Alle FIFA-Mitgliedsländer mit Ausnahme Israels, Australiens und der
USA unterstützen Konzept A.»
Photostory:
Real Vaduz - Real Madrid (Endspielstand wird nicht verraten, nur soviel:
Dank der geschickten Einwechslung von José Péléh
Maria Gonzales und Felippe Donaldo de Sousa konnte Real Vaduz mächtig
aufholen!)
Young Boys Bern kann nach Einkauf des saudischen Fussballverbandes
an der WM teilnehmen!
Über den Übernahmebetrag wurde gegenseitliches Stillschweigen
vereinbart. Die Berner Young Boys werden in der Gruppe E auf Deutschland,
Irland und Kamerun treffen. Als Reaktion verkaufte die Clubleitung Hänzi,
Eugster und Häberli an Real Madrid.
 |
Wollt
ihr die totale Fitness?
GfaT-Poster zum Herausnehmen
(GfaT-Meisterstück: Obwohl der Poster die Herstellungskosten
explodieren liess, werden die Mehrkosten nicht auf die Leserschaft
abgewälzt. Hurra!) |
Sammlung
beliebter Aufsatzthemen
Aus der Reihe "Sammlung beliebter Aufsatzthemen" druckt GfaT
einen Text von Jean-Borislav Hintermeiers literarischen Anfängen
ab. Am Ende ist der Originalkommentar von Herrn Rolf G. Kastelhofer, emigrierter
französischer verhinderter Schriftsteller aus Kandersteg und Primarlehrer
in Reykjavik, abgedruckt.
Erlebnisse
mit Tieren: Ich pflegte ein krankes Tier
Es war an einem Tag. Ich fand eine kranke Katze. Sie lag auf der Strasse.
Sie bewegte sich nicht. Sie blutete. Ich habe sie angeschaut. Ich habe
ihr zugerufen. Ich habe sie gestreichelt. Sie war ganz flach. Ich habe
sie mit nach Hause genommen. Dort habe ich sie in ein Körbchen gelegt.
Ich habe ihr jeden Tag ein kleine Schale mit Milch gebracht. Sie hat nie
getrunken. Sie hat auch gestunken. Es hatte auch kleine Käfer im
Korb mit der Katze. Einmal hat meine Mutter den Korb gesehen und hat ihn
weggenommen. Sie sagte mir, die Katze sei gestorben. Ich war traurig.
Ende.
Originalkommentar von Rolf G. Kastelhofer:
Jean-Borislav, dein Werk ist Zeugnis von Humanität. Die helfende
Hand explizit auch in einer scheinbar aussichtslosen Situation darzubieten,
ist die obligate Alternative zur Anonymität der urbanen Moderne.
Ich zitiere dazu mein Gedicht 'drei Schritte vor dem Abgrund' aus meinem
Gedichtband 'Weltreich ich': "Sechshundertsechsundsechzigbeiniger
Luzifer verhehlt Höllenende/der modernen Welt in drei Schritten/Ignoranz
Anonymität Egoismus". So lasse dir sagen lieber Jean-Borislav
Hintermeier, Sohn von Zigmund Hintermeier und Dorrowita Hintermeier, die
Katze ist von uns gegangen, doch die Käfer werden bleiben. Wenn du
aber mein Gedicht zu Herzen nimmst, wirst du weiterhin wandeln
auf des Edlen Pfades.
Meine Bewertung: 4
Frei
Kristoff
K. Dangenho war freischaffender Komponist. Er war frei in seinen Gedanken,
ja sogar frei von Gedanken - Gedankenlos sass er in seinem Komponistensessel
und machte Scherenschnitte aus den grossen Werken Mozarts. "Marzipan",
dachte er plötzlich. "Marzipan!" Er setzte sich ans Klavier
und begann zu spielen. Marzipan. Eine Oper in drei Farben: rot wie Himbeere,
gelb wie Banane und violett wie Lebensmittelfarbe. "Marzipan!",
rief Kristoff K. Dangenho, "Marzipan!" Er schnappte mit dem
Mund in die Luft ums Klavier, wo das Marzipan entschwebte. "Hinaus,
hinaus - hinaus Marzipan!" lallte Kristoff K. Dangenho sturmtrunken
hinter dem Klavier, das in einer grossen Marzipanwolke verschwand. Marzipan
erfüllte den Raum - füllte den Raum. Alles wankte im heidelbeerblauen
Marzipantakt.
Marzipan.
Zum Finale seiner Oper liess Kristoff K. Dangenho rosa Engel steigen.
So viele Engel, dass er sich in seinen Komponistensessel zurücksetzen
konnte und sein Leben lang nur den Mund aufzumachen brauchte. Die Engel
flogen hinein. Aus Marzipan. Freiheit.
Rechtzeitige Tipps für Weihnachtsgeschenke:
30.- Franken-Gutschein für Ex Libris
Kommt immer
gut an. Beschenkter kauft sich CD nach seiner Wahl, sein Geschmack wird
also vortrefflich getroffen. Zudem bezahlt der Schenker keinen Rappen
mehr als das Produkt wert ist.
Hardcover-Geschenkausgabe
von «Herr der Ringe. Die Gefährten»
Jeder hat
den Film gesehen, alle wollen bald das Buch lesen. Niemand wird das Buch
lesen, aber im Regal macht es sich gut.
Jahresabonnement
der Schweizer Illustrierten.
Königin
Stéphanie im Zirkus, Pirmin Zurbriggen im Christusfieber, Simon
Ammann an der Kanti Wattwil. Wer kann sich da sattsehen?
«A Beautiful Mind» auf Doppel-DVD
Mit unzähligen
Features, u.a. erster Ideenentwurf für den Film, provisorisches Storyboard,
revidiertes Storyboard, Konzipieren der Drehaufnahmen, Filmaufnahmen der
Drehaufnahmen, Filmaufnahmen der Filmaufnahmen der Drehaufnahmen, e.t.c.
PC-Spiel-CD-ROM «Moorhuhnjagd VI»
Gleiches Spiel wie «Moorhuhnjagd V», aber mit neuen verstecken
Punktemöglichkeiten.
 |
Tennisposter:
Rotscher Rocci
GfaT-Poster zum Herausnehmen
Auf dem Poster enthaltene Informationen:
- Rotschers Palmarès
- Autogramm |
Rumps
Rundums Haus
waren Eimer mit Eier gefüllt verteilt - im Haus stand Herbert in
der Küche vor dem Tisch und blickte sich von Zeit zu Zeit zum Kochherd
um, wo in einer Pfanne in kochendem Wasser Eier hart wurden.
Denn einmal war es Herbert passiert, dass er sieben rohe Eier, die er
soeben gekauft hatte, fallen liess. Die Eier sprangen auf und verbreiteten
sich, Herbert zuckte zusammen und sprang auf. Gleiches sollte ihm nicht
mehr passieren. Damit Gleiches Herbert nicht mehr passiert, kochte er.
Kochte er Eier. Er kochte Eier. Ei, er kochte. jeah.
Inhalt
der Ausgabe 27 (März) ansehen!
|
|